IB Berufliche Schulen Stuttgart – ProfilPass – Sich entdecken macht Spass

von redaktion

Die Berufliche Schule Stuttgart des IB ist die erste Schule im Bundesland Baden-Württemberg, die den entwicklungsorientierten ProfilPASS für junge Menschen und den Berufswahlpass zur Unterstützung der individuellen und beruflichen Entwicklung eingesetzt hat. Damit einhergehend bedeutet dies sowohl für Lehrkräfte und Schülerschaft als auch für den Lehrplan gewisse Veränderungen und Flexibilität.
Da der ProfilPASS und der Berufswahlpass als Teil des Wahlpflichtfaches „Kultur“ angeboten wurde, weckte dies bei den Schüler/-innen zunächst die Erwartung, dass es sich im Besuche in Theatern, Museen, etc. handeln würde, und so waren sie dann überrascht, als sich herausstellte, dass es dabei vielmehr um die Förderung von inter- und intrakulturellen Kompetenzen geht.
Die Schüler/-innen empfanden die Arbeit sowohl mit dem ProfilPASS als auch mit dem Berufswahlpass als eine gute und entspannte Abwechslung zu dem oftmals anstrengenden und durchstrukturierten Schulalltag. Aufgrund der kreativen Gestaltung des Faches durch Stuhlkreise, spielerische Elemente und individuelle Reflexionsmöglichkeiten wurde aus dem typischen Unterricht eine lockere individuelle Erkundungsreise

In den vier abschließenden Gruppeninterviews von jeweils drei bis vier Schüler/-innen wurde mit einer großen Übereinstimmung deutlich, dass das Thema Berufsorientierung in Schulen prinzipiell bearbeitet werden muss. Das zeigt ebenso, dass den Schülern die Bedeutsamkeit dieser Thematik sehr bekannt und ebenso bewusst ist.
Bei der Bearbeitung des ProfilPASS äußerten die Schüler/-innen vorwiegend, dass ihnen die Beschäftigung mit ihren eigenen Stärken am besten gefallen hatte. Einzelne gaben an, dass dieser sowohl für die Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche als auch für die Steigerung des Selbstwertgefühls einen großen Beitrag leistete. Dabei wurden besonders die Selbst- und Fremdeinschätzung sowie die Lebenslinie hinsichtlich der Familie, Freizeit und Schule hervorgehoben
Der Berufswahlpass hingegen hat die Schüler/-innen vor allem bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen unterstützt. Dabei äußerten einige, dass die Beratung der Lehrerinnen in Sachen Berufsfeldern, konkrete Anlaufstellen sowie weiterführende Informationsquellen sehr hilfreich war.
Aus den Aussagen der Schüler/-innen wird deutlich, was die Pässe bei den Jugendlichen ausgelöst haben. Es ist jedoch weiterhin anzumerken, dass ebenso die Arbeit an sich und der von den Lehrerinnen vorbereitete Unterricht einen Einfluss auf die individuelle Entwicklung der Schüler/-innen in- und außerhalb der Klasse gehabt haben. Durch die Arbeit mit den beiden Instrumenten hat sich aus Sicht der Jahrgangsklasse die Gruppenatmosphäre sichtlich verbessert. Des Weiteren haben diese gelernt, konstruktiv Feedback zu geben und sich sowie eine bestimmte Sache vor einer Gruppe zu präsentieren.
Die Rückmeldungen zeigen, dass die Ziele des ProfilPASS und des Berufswahlpass überwiegend erreicht wurden.
Des Weiteren fand die Bearbeitung der beiden Pässe in der Schule statt. Trotz der veränderten Unterrichtsformen wird mit dem Eintreten in ein Klassenzimmer immer die Assoziation Schule, Benotung und Unterricht geweckt. Deshalb wird derzeit die Überlegung angestellt, ob es zukünftig Ausweichmöglichkeiten in Räume gibt, welche üblicherweise nicht als Klassenzimmer oder für den Unterricht genutzt werden.

Gabriele Rupf-Bolz
Birgit Spies

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