Thank you, Baku!

von cindyw

Es war eine außergewöhnliche Show mit fantastischen Bühneneffekten. Es regnete Funken, mit Feuereffekten wurde nicht gegeizt und die irischen Flummis Jedward stellten sich am Ende ihrer Show unter eine Wasserfontäne.

Schweden war der große Abräumer des Abends – mit einer peppigen Dance-Nummer und einer etwas fragwürdigen Tanzeinlage gewann Loreen mit dem Song “Euphoria” für Schweden den Titel. Somit wird der Eurovision Song Contest nächstes Jahr wahrscheinlich in Stockholm stattfinden.

(Schau dir Schwedens Performance an!)

Die Lachnummer des Abends waren ohne Zweifel die Buranwski Babuschki aus Russland. Die Omas backten heiter ihre Kekse auf der Bühne und sangen “Come on and dance”. Das Publikum war begeistert und die Großmütterchen landeten mit ihrer Tanznummer auf dem zweiten Platz. (Den Beitrag der tanzenden Babuschki kannst du dir hier ansehen.)

 

Wir können auch sehr stolz sein, dass der deutsche Beitrag von Roman Lob es auf den achten Platz  geschafft hat. Mit seiner authentischen Nummer “Standing still” sang er sich in die Herzen Europas. Er hatte keine extravagante Show nötig, es regnete keine Funken und er brauchte auch keine halbnackten Background-Tänzerinnen. Lässig legte er seine Show hin und machte seine Mentoren Thomas D und Stefan Raab stolz.

Die Punktevergabe war aber mal wieder etwas eigen. Die Nachbarländer schoben sich jeweils die Punkte zu und es war zu beobachten, dass der Zusammenhalt in den osteuropäischen Ländern besonders groß ist.
Eigentliche Favoriten wie Dänemark beispielsweise landeten auf den hinteren Rängen trotz einer fantastischen gesanglichen Leistung. Sympathie spielt eben auch in diesem Wettbewerb eine sehr große Rolle.

 

Das Thema Menschenrechte wurde nur von der deutschen Seite angesprochen. Anke Engelke fügte bei der Punktevergabe aus Deutschland hinzu: “It’s good to be able to vote –  it’s good to have a choice. Good luck on your journey Azerbaijan, Europe is watching you!”
Eine klare Ansage also von Deutschland aus – aber den Rest Europas scheint das nicht zu interessieren und die Moderatoren aus Azerbaijan lächelten nur.
[Anke Engelke vergibt die Punkte – schau es dir an! ]

Die große Kristallarena in Baku, die direkt am Kaspischen Meer liegt, war eine absolute Meisterleistung. Sie konnte von außen ihre Farbe verändern und passte sich immer dem jeweiligen Land an, welches gerade auf der Bühne performte.

Es gab wieder viele verrückte und skurrile Beiträge und so machte das Zuschauen großen Spaß. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, wenn der ESC sich wieder aus Schweden wieder meldet.

Bildmaterial: Die offizielle Homepage des ESC 2012 http://www.eurovision.tv/page/baku-2012

Videos: Der offizielle Kanal eurovision TV auf youtube

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