Zähl Deine Vögel im Garten – Stunde der Gartenvögel

von redaktion

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der bayerische Landesbund für Vogelschutz rufen zur achten “Stunde der Gartenvögel” vom 11. bis 13. Mai auf.

Naturliebhaber sollen an diesen Tagen eine Stunde lang die Vögel im Garten, Park oder vom Balkon aus beobachten, zählen und melden, wie die Organisationen mitteilten. Damit erhoffen sich die Experten “wichtige Erkenntnisse zur Situation der Vögel in Deutschland”, sagte ein Sprecher. Im vergangenen Jahr meldeten rund 43.000 Teilnehmer Beobachtungen von fast einer Million Vögeln. (www.stundedergartenvoegel.de)

Foto NABU/S. Zibolsky

Hier kannst Du schon mal testen, wieviele Vogelstimmern Du erkennst. Mit dem NABU-Vogelstimmenquiz kommen sowohl Anfänger als auch Profis auf Ihre Kosten. Vorgestellt werden die 40 häufigsten Gartenvögel. Die Zusammenstellung der Arten erfolgt dabei nach dem Zufallsprinzip. Wird eine Stimme nicht erkannt, kann man die wichtigsten Fakten zu der Art in einem Steckbrief nachlesen und sich die Vogelstimme in Ruhe anhören ohne das Spiel unterbrechen zu müssen.

Das Aktionswochenende folgt dem Prinzip der „Citizen Science“, der Forschung für Jedermann: Möglichst viele Menschen beobachten selbst, tragen die Beobachtungen zusammen und erstellen so eine umfassende Datensammlung. Je mehr Menschen daran teilnehmen, desto aussagekräftiger wird das Ergebnis. Im vergangenen Jahr meldeten insgesamt 43.000 Vogelfreunde Beobachtungen von fast einer Million Vögeln.

In diesem Frühjahr versprechen sich NABU und LBV vor allem wichtige Hinweise zur Entwicklung der „Allerweltsvögel“ in Städten und Dörfern. So wurden im vergangenen Jahr auffallend wenige Amseln gemeldet. Auch bei der „Stunde der Wintervögel“ im Januar 2012 hielten viele Vogelfreunde vergeblich Ausschau nach Amseln: In manchen Regionen wurde ein Verlust von bis zu 70 Prozent registriert. Der drastische Rückgang könnte auf eine neuartige Krankheit, das tropische Usutu-Virus, zurückzuführen sein. Mit der Stunde der Wintervögel wurde erstmals das gesamte Ausmaß des Virus sichtbar. „Wie sich die Entwicklung bei den Amseln in diesem Jahr fortsetzt, erwarten wir mit Spannung“, so Ornithologe Süsser. Mit der nötigen Portion Glück ließen sich am zweiten Mai-Wochenende auch die letzten Rückkehrer aus ihren Winterquartieren, wie der Mauersegler oder Gartenrotschwanz, beobachten.

Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Platz aus notieren die Teilnehmer von jeder Vogelart die höchste Anzahl, die sie im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachten können. Diese Zahlen melden sie per Post, Telefon (kostenlose Rufnummer am 12. und 13. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115) oder einfach per Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de und (in Bayern) www.lbv.de. Unmittelbar nach der Eingabe werden die Daten auf interaktiven Karten online dargestellt. Auch die Ergebnisse der Vorjahre sind so abrufbar. Den Teilnehmern winken attraktive Preise, unter anderem eine vogelkundliche Reise ins Havelland. Spezielle Kenntnisse sind nicht erforderlich, Meldeschluss ist der 21. Mai.

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