Jetzt ist es offiziell

von cindyw

Er soll das Ding nun schaukeln: Peer Steinbrück, Bundeskanzlerkandidat, der für die SPD bei der kommenden Bundestagswahl ins Rennen geht.
Die SPD torkelt laut der letzten Sonntagsfrage der ARD bei 30% und liegt damit immer noch weit hinter der CDU, aber Steinbrück gibt sich kämpferisch.
Beim Parteitag der SPD in NRW holte er sich die Unterstützung des SPD-Superstars Hannelore Kraft und erklärte selbstbewusst, dass er eine Koalition mit der CDU bewusst ablehne und gemeinsam mit den Grünen die Regierung ab 2013 bilden wolle.

Dies klingt etwas übereifrig und voreilig – jedoch ist es gar nicht so unrealistisch. Die FDP, die immer noch bei ca. 4% vor sich hin dümpelt, würde auch der ach so starken CDU (ca. 38%) nichts nützen. Und wer käme als Koalitionspartner außer der SPD denn infrage?

Steinbrück wird nicht von allen in der Partei geliebt, besonders der linke Flügel der SPD ist etwas skeptisch. Aber es gibt keine Beschwerden und der Großteil scheint es ihm zuzutrauen, den Kampf gegen Angela Merkel aufzunehmen.

 

 

Zu Zeiten der Großen Koalition konnte Steinbrück Angela Merkel noch nicht das Wasser reichen

Steinbrück hat keinen leichten Job – die Pleite bei der letzten Bundestagswahl ist noch nicht vergessen und die Partei muss sich aufs Neue beweisen.
“Back to the roots” lautet die Devise. Mindestlohn, fairer Arbeitsmarkt, der Ausstieg aus der Atomkraft und eine europafreundliche Krisenpolitik stehen da auf dem Plan.
Es ist nun aber auch Steinbrücks Aufgabe, das den Leuten zu verdeutlichen und erneut zu zeigen, dass die SPD die Kraft hat, die Spitze Deutschlands zu bilden und gleichzeitig in der Lage ist, in Sachen Europapolitik mitzumischen.

Wird ihm dies gelingen? Sympathisch ist er ja, aber es fehlt in der Tat noch das gewisse Etwas.  Man kann Steinbrück noch nicht mit etwas Bestimmtem verbinden und es fehlt noch der persönliche, individuelle Touch, der ihn auszeichnen soll.
Es bleibt ihm nur alles Gute zu wünschen, um ihm ein Frank-Walter Steinmeier-Schicksal zu ersparen.

 

Bildquelle: Presseseite der Europäischen Kommission

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